„10 Tipps für professionelle Newsletter“ bekommen Sie an jeder Ecke im Web. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle Hinweise geben, wie Sie Ihren Online-Newsletter als nachhaltigen Bestandteil in Ihrer Unternehmenskommunikation einsetzen können. gugler* cross media-Berater Günther Leucht stellt hierzu sieben strategische Überlegungen an.
- Machen Sie sich Gedanken über Ihre bisherige Kommunikationsarbeit.
Über welche Kommunikationskanäle haben Sie bisher Ihr Wissen mit Ihren Kunden geteilt? Was hat gefehlt? Wie kann der Online Newsletter optimal mit Ihren anderen Medien zur Kundenkommunikation zusammenspielen? Aus dieser Fragestellung heraus ergeben sich wesentliche Anhaltspunkte, wie Sie Ihr „Newslettersystem“ zum Leben erwecken und in Ihre übrige Kommunikationsarbeit integrieren können. Bedenken Sie dabei auch, dass ein Newsletter in vielen Formen in Erscheinung treten kann. Sie können einzelne Beiträge oder gesamte Newsletter nach Zielgruppen differenzieren, Sie können in Form eines Newsletter-Kurses gezielt Themen oder Wissensblöcke abrufbar machen usw.
Bei der Beobachtung Ihrer bisherigen Kommunikationsarbeit könnten Sie zum Beispiel feststellen, dass Sie Ihren bisherigen Print-Newsletter optimal um eine Online-Version ergänzen oder vielleicht sogar ersetzen können. Sie könnten auch auf die Lösung kommen, Kundenrückfragen nicht nur über Ihren Helpdesk beantworten zu lassen, sondern ebenfalls als Inhalte für Ihren Newsletter zu nutzen.
- Bergen Sie das Know-how in Ihrem Unternehmen und nutzen sie es zur Stärkung Ihrer Kundenbeziehungen.
Alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt sammeln laufend nützlichen Wissen für Ihre Kunden und Ihr Unternehmen. Bergen Sie dieses Know-how und verwenden Sie es als konkrete Input für das erste Grundkonzept wie für die laufenden Newsletterbeiträge. Veranlassen Sie Abteilungen wie CRM und Technik dazu, sich laufend Gedanken zu machen, welche Informationen Sie den Kunden als Mehrwert bieten können. Sie werden staunen, welche Informationen dabei zutage treten! Zum Beispiel könnten Sie feststellen, dass gerade Ihre Verkaufsmitarbeiter die wichtigsten Fragen der Kunden kennen.
- Behalten Sie das Ziel immer im Auge
Die Zieldefinition steht natürlich am Anfang des Newsletter-Projekts. Wird der Newsletter zur Kundenbindung genutzt oder steht der Produktverkauf im Vordergrund? In jedem Fall steht bei jedem einzelnen Beitrag die Frage nach dem Ziel: Was sollen die Leser nach Lektüre des Beitrages tun? Was soll die weitergegebene Information auslösen? Das sollte nicht dazu führen, jeden Newsbeitrag zu einer Verkaufspromotion zu machen – gut gezielte Informationen sollen den Lesern echten Mehrwert bieten, um sie zu treuen und begeisterten Kunden zu machen. So könnten etwa die Fotos des letzten Firmenevents zwar für Ihre Leser interessant sein, aber gerade wegen der Positionierung des Newsletters für den Produktverkauf nicht in Frage kommen.
- Holen Sie Feedback ein.
Feedback erhalten Sie über Statistiken und über direkte Gespräche mit Mitarbeitern und Kunden. Mit professionellen Newslettertools sehen Sie nicht nur, wie viele Ihrer Leser den Newsletter erhalten oder geöffnet haben, Sie sehen auch, welche Beiträge besonders gut angekommen sind und wo auf konkrete Handlungsaufforderungen (Links) reagiert wurde. Feedback erhalten Sie auch über das Logging Ihrer Website: Über welche Suchbegriffe kommen die Benutzer auf die Website, welche Themen werden häufig abgerufen? Das Feedback auf den Online-Newsletter bringt Ihnen laufend Erkenntnisse über Marktentwicklungen, Kundeninteressen und Trends. Regelmäßige Feedbackschleifen erzeugen einen laufenden Interaktionsprozess mit Ihren Kunden und/oder Lieferanten initiieren. Über solche Inputs verbssern Sie die Kundennähe Ihres Unternehmens.
Eine Maßnahme könnte sein, dass Sie Ihren Vertrieb regelmäßig auffordern, mit den Kunden über den Newsletter zu sprechen und dieses Instrument einerseits zu bewerben und zugleich Feedback einzuholen.
- Kommunizieren Sie das neue Medium intern und extern.
Marketing in eigener Sache ist für den Erfolg Ihres Online-Newsletters besonders wichtig. Machen Sie die eigenen Mitarbeiter ebenso wie die Kunden zu interessierten Lesern, damit sie produktive Feedbackschleifen nach innen wie außen initiieren. Zum Beispiel können Ihre eigenen Mitarbeiter über das Medium Newsletter sehr viel über die Position Ihrer Firma lernen und ein verbessertes Gefühl für den Markt entwickeln.
- Nutzen Sie die unterschiedlichen Formen von Beiträgen.
Ein Newsletterbeitrag kann unterschiedliche Formen und Inhalte haben: Sie können den Lösungsweg für ein auftretendes Problem im Zusammenhang mit Ihren Produkten und Dienstleistungen thematisieren oder wertvolle Tipps und "How-tos" weitergeben. Sie können Meinungen, Analysen und Zukunftsprognosen in den Mittelpunkt stellen oder konkrete Fallbeispiele vorstellen. Sie können mit einem Hintergrundbeitrag „weiterbilden“ oder auf saisonale Themen eingehen. Sie können zu anderen Wissensquellen verlinken oder auf relevante Veranstaltungen hinweisen. Nutzen Sie die Bandbreite der Möglichkeiten und sorgen Sie über eine gute Dramaturgie für Interesse.
- Bevorzugen Sie Informationen mit Mehrwert.
Im Zweifelsfall reduzieren Sie Länge und Zahl der Beiträge in Ihrem Newsletter. Jene Informationen, für die Sie sich entschieden haben, sollten Nutzen und Qualität für die Leser bringen. Eine direkte Produktwerbung ist weniger ratsam als Hintergrundinformationen zu einem Thema oder die Vorstellung einer neuen Mitarbeiterin. Sie können Wissen gezielt wiederverwenden oder in neuem Kontext zusammenstellen, sollten jedoch nach Möglichkeit keine Informationen weitergeben, die über andere Medien bereits vorliegen.
Bieten Sie Mehrwert, um sich als führende Informationsquelle in ihrer Branche zu etablieren. Wenn es Ihnen gelingt, sich über kleine Hilfestellungen, wie zum Beispiel den Hinweis auf ein nützliches Onlinetool, in den Köpfen zu verankern, kann Ihnen das beim Verkauf Ihrer Produkte helfen. Die Leser merken, dass Sie mitdenken und ihre Arbeit unterstützen wollen.
Wenn Sie mehr rund um das Thema Newsletter-Marketing erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an Günther Leucht.