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TV-Reportage: ein Haus zum Recyceln

Veröffentlicht am 19.12.2017

Nachhaltigkeit steht bei gugler* ganz oben auf der Prioritäten-Liste. Nicht nur in Sachen gesundem, ökologischen und klimaschonenden Cradle to Cradle™-Druck, sondern auch beim Bauen. Weil es darum geht, auch den Generationen nach uns noch eine lebbare Welt zu hinterlassen.

Deshalb war der ORF kürzlich bei uns, um eine Reportage über Österreichs erstes Cradle to Cradle™-inspiriertes Plusenergie-Gebäude zu drehen – es ist zu 95 Prozent recycelbar. Ein Bericht von Birgit Brunner.

Lesen Sie hier die Kurzfassung von orf.at:

Nachhaltiges Bauen stand bei der Firma Kommunikationshaus gugler in Melk ganz oben auf der Prioritätenliste. Statt Stahlbeton wurde Lärchenholz verwendet, statt Montageschaum aus Chemie umweltfreundliche Schafwolle. Beim Neubau eines Betriebsgebäudes des Kommunikationshauses gugler wurden nur ökoverträgliche Baustoffe verwendet, die zum Teil auch aus der eigenen Firma stammen. So wird die Außenfassade nun durch Aluminiumdruckplatten geschützt, die in der firmeneigenen Ökodruckerei ausgemustert wurden. Somit hatten viele Materialen bereits ein Vorleben.

„Das bedeutet, dass diese Materialien schon einmal einen Nutzen erfüllt haben“, sagte Ernst Gugler, Geschäftsführer des Kommunikationshauses gugler, im Gespräch mit noe.ORF.at. „Zum Beispiel haben wir das Gebäude mit Papierabfällen gedämmt. In diesem Sinne hatte das Papier schon eine Verwendung.“

Nur Kleinteile nicht recycelbar
Das Papier, das zum Drucken von Büchern und Broschüren verwendet wird, enthält keine Giftstoffe und ist sogar kompostierbar. Dadurch eignet es sich besonders gut als umweltfreundliches Dämmmaterial. Insgesamt können 95 Prozent der verwendeten Baustoffe später wiederverwendet werden. „Die fünf Prozent der Komponenten, die nicht recycelbar sind, sind sehr kleine Komponenten wie Schalter, Elektroleitungen und kleine Hilfsstoffe, die etwa zur Befestigung notwendig sind“, erklärte Gugler.

Die Gesamtkosten des neuen Betriebsgebäudes betrugen drei Millionen Euro - sicherlich mehr als ein konventioneller Bau, wie Gugler zugab: „Ich schätze die Mehrkosten auf etwa zehn Prozent.“ Doch langfristig sollen sich diese Ausgaben rechnen. „Man kalkuliert nur in kurzen Zeiträumen und bedenkt nicht, welche Kosten entstehen, wenn ich nach Ende des Nutzungszeitraumes ein Gebäude abreiße.“

Bauweise „rechnet sich für unsere Enkelkinder“
In dieser Situation stehe man üblicherweise vor der Herausforderung, plötzlich eine Sondermülldeponie zu entsorgen, so Gugler. „So gesehen rechnet sich das, natürlich nicht heute oder morgen, aber es rechnet sich für unsere Enkelkinder. Das ist unser Ansatz, ein wichtiger Ansatz.“ Schnell zeigt sich: Hinter der speziellen Bauweise steckt ein Stück Lebensphilosophie von Gugler.

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